2014

April – Malala Yousafzai
Mai – José Mujica
Juni – Prof. Dr. Michael Braungart
Juli – Boyan Slat
August – Heinrich Staudinger
September – Babtiste Dubanchet
November – Ute Bock
Wangari Muta Maathai „Mama Miti“

April 

malala-yousafzai-grossMalala Yousafzai 

ist 11 Jahre alt, als sie in Ihrer Heimat Pakistan damit beginnt sich für die Rechte von Kindern und Frauen einzusetzen.

 

Der Grund: Zwischen 2007 und 2009 übernehmen radikale Islamisten die Kontrolle über die Heimatstadt Malalas. Sie wollen einen Gottesstaat errichten in dem es Frauen nicht gestattet ist zu arbeiten, Mädchen ab 8 Jahren nicht mehr in die Schule dürfen, Mädchen/Frauen keine Musik hören dürfen, etc.

 

Die Aktionen: Im Jahr 2009 ging sie erst einige Tage in die Schule als die Militäraktion der Taliban begann und es ihr verboten war zur Schule zu gehen. Daraufhin begann Malala ein öffentliches Tagebuch über den Britisch Broad Cast (BBC) zu schreiben. In 15 Episoden schreibt sie über die Umstände in ihrer Heimatregion. Beim Einsatz für Frieden in ihrer Heimatstadt tritt sie auch öffentlich auf und spricht unverblümt und direkt über die Taliban und deren Einfluss. Allmählich scheint sie zum richtigen Problem für so manchen zu werden.

 

Nach Nominierungen für den International Children Peace Prize und dem erhalt mehrerer internationaler und nationaler Ehrungen für ihren Einsatz wird Malala im Oktober 2012 in einem Schulbus von den Taliban aufgespürt und von mehreren Schüssen in den Kopf und in den Hals getroffen. Es war ein gezieltes Attentat auf sie.

Doch dieses Mädchen kämpft und überlebt. Und war sie zuvor schon bekannt, wurde sie spätestens bei ihrem ersten Auftritt nach der Verletzung, bei der UNO, zur Ikone.

Hier ein kleiner Auszug aus der Rede, die man in voller Länge hier nachlesen kann!

 

Dear brothers and sisters, do remember one thing. Malala day is not my day. Today is the day of every woman, every boy and every girl who have raised their voice for their rights. There are hundreds of Human rights activists and social workers who are not only speaking for human rights, but who are struggling to achieve their goals of education, peace and equality. Thousands of people have been killed by the terrorists and millions have been injured. I am just one of them.

So here I stand…    one girl among many.

I speak – not for myself, but for all girls and boys.

I raise up my voice – not so that I can shout, but so that those without a voice can be heard.

Those who have fought for their rights:

Their right to live in peace.

Their right to be treated with dignity.

Their right to equality of opportunity.

Their right to be educated.

 

 

Wir von daQuer: finden, dass jedeR von uns Menschen seine Stimme nutzen und erheben sollte gegen Ungerechtigkeiten und Fehler im System! Mit der Auszeichnung zur daQuer:Denkerin des Monats April möchten wir unseren tiefsten Respekt ausdrücken und in Tagen der Trägheit und der Missstimmung uns an Malala Yousafzai und an ihren unbändigen Willen zur Veränderung erinnern. m

 

Mai 

präsident uruguayJosé Mujica 

Bescheidenheit ist eine Zier

 Uruguays Präsident José Mujica ein Politiker der besonderen Art.

 

Pepe, so wird der Präsident Uruguays José Mujica, von seinen Bürgern liebevoll genannt. Die Sympathie die ihm entgegengebracht wird ist nachvollziehbar. Er ist ein Politiker der sich aus Überzeugung der Bescheidenheit verschrieben hat. Sein Präsidentengehalt spendet er zu 90% für wohltätige Zwecke und nimmt mit 800 € pro Monat vorlieb. Sein Dienstwagen ist ein Opel Corsa. Zumeist fährt er jedoch einen uralt-VW Käfer oder mit dem Rad.

Dieser Präsident lebt nicht wie die meisten seiner Zunft in einem riesigen Palast, mit Angestellten und Sicherheitspersonal, der ihm sehr wohl auch in Uruguay zur Verfügung stehen würde, sondern auf einer bescheidenen Farm außerhalb der Hauptstadt Montevideo. Zwei Wachen in der Auffahrt die gesetzlich vorgeschrieben sind sorgen für seinen Personenschutz.

Der 79-jährige Pepe hat eine bewegte Vergangenheit. Er war in den 70er Jahren Mitglied der kommunisten Guerilla-Gruppe Tumpamaros. Diese Gruppe hatte sich dem Robin Hood konzept verschieben. Sie raubten Banken aus stahlen Essen und verteilten die Gewinne an die arme Bevölkerung. Dies blieb nicht ohne Folgen – 14 Jahre verbrachte Pepe im Gefängnis – er versuchte etliche Male zu fliehen.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass im Namen der Guerillabewegung Menschen umkamen und entführt wurden. Pepes Ziel war aber schon in der Vergangenheit den Schwachen zu helfen und zum Wohle aller zu Handeln. Seine schon seit füher Jugend bekannte Bescheidenheit hat er in den Jahren seiner Gefangenschaft kulitiviert. Viele sagen er sei der ärmste Präsident der Welt. Seine Antwort darauf ist: “Ich bin nicht arm. Vielmehr ist derjenige arm, der nur arbeitet, um ein aufwendiges Leben zu führen und stets nach noch mehr strebt.”

Neben seiner ausgesprochen hohen Popularität ist auch seine politische Kompetenz unbestritten. Er hat Uruguay durch seine politischen Maßnahmen zu einem wirtschaftlich verhältnismäßig unabhängigen Land gemacht.

Bereits zwei mal wurde er für den Friedensnobelpreis nominiert.

daQuer: ist der Meinung den hätte er schon lange erhalten sollen, und zwar vor der EU und Obama.

Mit der Auszeichnung zum daQuer:Denker des Monats Mai möchten wir unsere Bewunderung  und unseren Respekt ausdrücken. Wir wünschen der Welt mehr solche Präsidenten.

 

Juni 

baumgartProf. Dr. Michael Braungart

 „Wir müssen nur unsere Welt und Produkte neu erfinden.“

 „Von der Wiege in die Wiege statt wie bisher von der Wiege bis zur Bahre. Eine Welt ohne Abfall.“

 „Menschen sind die einzigen Lebewesen, die Müll machen. Wenn wir so intelligent wären wie die Ameisen, dann hätten wir kein Überbevölkerungsproblem.“

Das ganzheitlich alternative Konzept „Cradle to Cradle“

Das Konzept „Cradle to Cradle“ ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Abfallvermeidung bzw. -verwertung.

Prof. Braungart stellt ein Konzept vor, in dem es möglich sei, in einer Welt ohne Abfälle zu leben. „Wir müssen nur unsere Welt und Produkte neu erfinden“ (Sonhüter B. 2010), sodass sie immer in Kreisläufe zurückgeführt werden können (Sonhüter B. 2010).

Bei vielen Produkten, z.B. bei elektronischen Geräten, ist es nicht möglich den Kunststoff mit Biokunststoff zu substituieren und damit biologisch abbaubar zu machen; hier sollen die Produkte so konstruiert werden, dass eine Reparatur möglichst einfach durchführbar ist. Nach dem Gebrauch soll das Gerät wieder als Rohstoff für neue Geräte dienen. Die einzelnen Komponenten sollen so gestaltet sein, dass einer Verwendung in einem neuen Gerät nichts im Wege steht. Metalle sollen wieder verwendet und aus den Geräten herausgelöst werden, um sie als Rohstoff für neue Produkte verwenden zu können (Epea s.a.).

Die Wirtschaft zeigt sich interessiert an dem Konzept von Prof. Dr. Braungart. Viele Unternehmen haben „Cradle to Cradle“ Produkte in ihrem Sortiment. Es gibt „Cradle to Cradle“ Staubsauger, T-Shirts, Teppiche und Unterwäsche. Nike hat sogar einen Turnschuh entwickelt, der vollständig kompostiert werden kann. Ein weiterer Aspekt vor allem bei Kleidung ist die Natürlichkeit der Farbstoffe. Bei einem „Cradle to Cradle“ Produkt dürfen nur Farbstoffe verwendet werden, die biologisch abbaubar und nicht gesundheitsgefährdend sind (Sonhüter B. 2010).

Wer ein „Cradle to Cradle“ Zertifikat bekommen möchte, muss nicht nur dafür sorgen, dass sein Produkt nach dem Gebrauch in Kreisläufe zurückgeführt werden kann, er muss auch auf die Verwendung erneuerbarer Energien, verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und soziale Aspekte achten.

Viele Kritiker sagen, dass einen Welt ohne Abfall nicht möglich ist, da immer etwas übrigbleiben wird, dass nicht recycelt oder kompostiert werden kann. Prof. Braungart merkt jedoch an, dass in einer Welt mit exponentiellem Bevölkerungswachstum und endlichen Ressourcen das lineare System nicht haltbar ist. Wir müssten in Kreisläufen denken und handeln, nur so sei uns eine Zukunft mit hohem Lebensstandard möglich.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Braungart:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/2.1719/im-gespraech-michael-braungart-koennen-wir-unsere-erde-retten-herr-braungart-1757708.html

Nie mehr Müll – leben ohne Abfall:

http://www.youtube.com/watch?v=4YLNbhglD5M

http://braungart.com/

Mit diesem Konzept und der Tatsache, die dahinter liegt, nämlich dass Prof. Dr. Braungart nicht an aktuellen Standpunkten und Situationen festhält, sondern ein Ziel vor Augen hat, dem ein (da)Quer:denken zu Grunde liegt, freuen wir uns, ihn als daQuer:Denker des Monats Juni vorstellen zu dürfen.

 

Juli 

SONY DSCBoyan Slat

“It will be very hard to convince everyone in the world to handle their plastics responsibly, but what we humans are very good in, is inventing technical solutions to our problems. And that’s what we’re doing.”

Manchmal braucht es eine große Idee um große Probleme zu lösen, und den Mut, diese Idee umzusetzen.

Der 19jährige holländische Luft- und Raumfahrttechnik-Student Boyan Slat will mit seinem Vorhaben den Plastikmüll aus unseren Meeren entfernen.

Als Boyan Slat vor etwa 2 Jahren in Griechenland auf Urlaub war, war er wütend und schockiert über die Unmengen an Plastikmüll, die in unseren Meeren treiben.

Das sind derzeit etwa 142 Millionen Tonnen, eine für uns unvorstellbar hohe Zahl – der Müll ergäbe zusammengenommen eine Plastikinsel in der Größe Indiens.

Boyan Slat ließ sich davon jedoch nicht abschrecken. Er gründete das Projekt „The Ocean Cleanup“ und will im Zuge dessen innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren die Hälfte des Plastikmülls aus dem marinen Lebensraum fischen. Dazu will er sich die natürlichen Transportwege der Natur wie z.B. Wind und Strömung Zunutze machen. Der Müll soll an 24 Müllbarrieren angetrieben und gesammelt werden. Dabei werden die Müllbarrieren an ausgewählten Punkten platziert, und zwar dort, wo sich aufgrund von Strömungen große Ansammlungen von Plastik bilden. Angetrieben werden die Müllbarrieren durch Wind- und Sonnenenergie.

Der Lebensraum der Meeresbewohner soll dabei nicht beeinträchtigt werden, da die an der Oberfläche treibenden Müllbarrieren nur wenige Meter ins Meer reichen.

Sein Projekt finanziert er mitilfe von Crowdfunding, bisher sind über $ 976.000 durch Spenden eingegangen – das Projekt soll $ 2 Mio. kosten.

Boyan Slat wird derzeit als einer der vielversprechendsten 20 Jungunternehmer gehandelt, er beschäftigt derzeit ein Team von rund 70 Mitarbeitern um seine Idee zu verwirklichen.

Er möchte mit seinem Projekt außerdem auf die Vermeidung von Plastik aufmerksam machen. Als Zweitprojekt ist eine Art Filtersystem für unsere limnischen Fließgewässer geplant, mit dessen Hilfe Müll schon abgefangen werden soll, bevor er das Meer erreicht.

Wir wollen Boyan zum daQuer:Denker des Monats Juli ernennen und ihm diese Seite widmen, da er seine Idee, unseren Planeten vor dem Ersticken in Plastikmüll zu retten, in Taten umsetzt.

 

Quellen:

http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Natur/d/4900822/19-jaehriger-will-die-meere-vom-muell-befreien.html

http://www.nydailynews.com/news/world/plan-aims-rid-oceans-7-25m-tons-plastic-article-1.1299892

http://www.theoceancleanup.com

 

August 

staudiHeinrich Staudinger

Heinrich Staudinger, Jahrgang 1953, wuchs in Schwanenstadt in Oberösterreich auf. Er begann in Wien diverse Studienrichtungen, u. a. Medizin.

Staudinger eröffnete 1980 sein erstes Schuhgeschäft in Wien, in dem er dänische „Earth Shoes“ verkaufte. Als Anfang der 1980er-Jahre die lokalen Schuhfabriken starben, weil die Produktion in billigere südeuropäische Länder verlagert wurde, gründete Staudinger in der Kleinstadt Schrems eine Werkstatt, die robuste, dem dänischen Earth Shoe nachempfundene Schuhe herstellte. Inzwischen werden in Schrems auch Matratzen und Holzmöbel produziert. 130 Menschen sind bei den Waldviertler Werkstätten beschäftigt. Seine Werkstatt verwaltet sich selbst. Seit 2004 bringt er die Zeitschrift „brennstoff“, die sich hauptsächlich mit gesellschafts- und konsumkritischen Themen beschäftigt, im eigenen GEA Verlag heraus.

Als seiner Firma 1999 der Kreditrahmen gekürzt wurde, war das wichtigste Ziel   bankenunabhängig zu werden. Als dieses Ziel 2003 erreicht war, gründete er den „GEA Sparverein“ (Bezeichnung mittlerweile von der FMA verboten) und lud Freunde und Verwandte, später auch Kunden ein, für die weitere Entwicklung Geld in die Firma einzulegen. An die EinlegereInnen wurden in etwa die Zinsen bezahlt, die auch an eine Bank zu zahlen wären. Mit diesen Einlagen konnte er die Firmen (die Waldviertler Werkstätten, die GEA Möbelwerkstatt und unsere GEA Läden) wunderbar entwickeln.

2009 wurde in Schrems eine Fabrikshalle frei, die die Waldviertler Werkstätten gut brauchen konnte. Von der Bank gab es aber keinen Kredit über die erforderlichen drei Millionen Euro. So behalf sich Staudinger wieder mit Crowdfunding und konnte das Kapital in kürzester Zeit aufbringen. Staudinger zahlt vier Prozent Zinsen jährlich und hat bisher jeden, der sein Kapital zurückwollte, binnen 14 Tagen ausgezahlt.

Daraufhin wurde er von der österreichischen Finanzmarktbehörde FMA geklagt, weil Kredite nur eine Angelegenheit von Banken sein dürfen.

Auf einer Demonstration vor dem Wiener Parlament am 7. Dezember 2012 bekräftigte Heini Staudinger seinen Entschluss, die von der FMA geforderte erste Strafe in der Höhe von 2000 Euro nicht zahlen zu wollen und sich notfalls einsperren zu lassen.

Dazu Heini Staudinger:

„ Es ist uns wichtig, dass wir in unseren Firmen unabhängig bleiben und nicht das Kapital bzw. die Banker das Sagen haben, sondern die, die die Arbeit machen. Hätten bei uns Kennzahlen und Gewinnmaximierung das Sagen, würden „sie“ uns gewiss zu erhöhter Fremdfertigung zwingen und damit 20 bis 30 SchuhmacherInnen ihren Job kosten. Wir wollen das nicht. Wir wollen hier im Waldviertel mit so vielen MitarbeiterInnen wie möglich sinnvoll arbeiten können.

Fast neun Jahre lang lief unser Finanzierungsmodell ausgezeichnet. Keine/r unserer DarlehensgeberInnen hat auch nur einen Groschen verloren. Im Gegenteil. Doch dann meldete sich die FMA und meinte, ich mache Bankgeschäfte ohne die erforderliche Berechtigung. Dies sei mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000,- Euro zu ahnden. Ich sage: Wir machen keine Bankgeschäfte. Banken wollen mit Geld Geld machen. Wir machen Schuhe, Taschen, Matratzen und einiges mehr. Wir haben kein Interesse an Geldgeschäften. Wir brauchen es ganz einfach für die gesunde Entwicklung unserer Firma.

Zehntausende Klein- und Mittelbetriebe bekommen „dank“ Basel II die für ihre Entwicklung lebensnotwendigen Kredite nicht mehr. Mit dem erfolgreichen Finanzierungsmodell unseres „Apfelbäumchens“(vormals GEA-Sparverein) ist für sie alle ein wunderbarer (Aus-)Weg geglückt. Es kann und darf nicht sein, dass unser Versuch einer lebensbejahenden und vertrauenswürdigen Wirtschaft verboten werden soll, während das willkürliche Geldversenken in der Bankenwelt ungebremst und (meist) ungestraft vor unser aller Augen weitergeht.

Ich kann gut verstehen, dass die Banken, nachdem sie Abermilliarden verspekuliert und in den Sand gesetzt haben, jedes Vertrauen (auch untereinander) verloren haben. Dieser Mangel an Vertrauen darf deshalb (wegen der Banken) aber nicht zum überall herrschenden Prinzip werden. Vertrauen ist eine Notwendigkeit in jeder Freundschaft, in jeder Familie, und natürlich auch in jeder Gesellschaft. Verständlicherweise gedeihen auch Geschäfte in einem Milieu des Vertrauens besser. Eine Gesellschaft, in der es kein Vertrauen gibt, ist nicht lebenswert.

Es kann und darf nicht sein, dass die Banken mir (oder dir) vorschreiben können/dürfen, wem ich (oder du) Geld borgen darf. Transparenz ist dabei zweifellos ein sinnvolles und notwendiges Werkzeug. Das sollte (muss) dann aber auch für die Banken gelten. Unter dem Vorwand des „Anlegerschutzes“ verlangt die FMA von uns nun, dass wir alle Darlehensverträge auf „qualifizierte Nachrangdarlehen“ umstellen. Ich verstehe nicht, was das mit Anlegerschutz zu tun haben soll. Aber was soll’s? Die Grundlage für unsere Privatdarlehen war immer das Vertrauen – und so soll es auch bleiben.“

Wir wollen uns bei Heini Staudinger nicht nur für die genialen Schuhe bedanken, sondern auch für die Selbstverständlichkei, mit der er für seine Werte wie Respekt und Nachhaltigkeit eintritt.

Danke!

Hier einige Links zu Herrn Staudingers Projekten und Gedanken:

http://www.w4tler.at/geaneu/tatkraft

http://www.w4tler.at/geaneu/

http://www.w4tler.at/geaneu/fma-vs-gea/pressemeldungen

http://derstandard.at/1369362442626/Finanzrebell-Heini-Staudinger

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Staudinger

http://www.w4tler.at/geaneu/

September

baptistedubachetBabtiste Dubanchet

„La faim du monde“

Radln gegen den Welthunger!!

 

„Würden wir weniger produzieren, würden Nahrungsmittel für uns mehr Wert besitzen.“

Der junge Franzose hat mit seiner Protestaktion auf die unfassbare Verschwendung von Lebensmitteln in Europa hinweisen wollen. Ausschlaggebend hierfür war eine Reise in ärmere Länder, wo Elend und Hunger an der Tagesordnung stehen und die Menschen keine andere Wahl haben, im Gegensatz zur westlichen Welt. Das Ausmaß der Verschwendung und die absolute Gedankenlosigkeit der Menschen hierzulande soll durch seine Aktion ins Bewusstsein gerückt werden.

Ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung!!

In der EU fallen jährlich pro Kopf ungefähr 180 Kilogramm Lebensmittelabfälle an; der Großteil davon wäre noch essbar. Nach einer Studie der Europäischen Kommission gehen ein Drittel der weltweit erzeugten Lebensmittel verloren oder werden weggeworfen, bevor sie konsumiert werden. Angesichts dieser Zahlen will die EU bis 2020 die Lebensmittelverschwendung in Europa halbieren. Doch wo beginnen? Über 40 Prozent der Abfälle produzieren die privaten Haushalte. Und wer im Restaurant oder in Großküchen isst, muss damit rechnen, dass dort fast die Hälfte der Speisen im Müll landet. Laut dem UN-Welternährungsprogramm haben 842 Millionen Menschen weltweit nicht genug zu essen.

Babtiste Dubanchet startete seine Radtour in Paris und wollte die 30000 km lange Reise nach Warschau völlig ohne Proviant durchziehen. Erlaubt waren nur Lebensmittel, die er aus den Containern fischte. Zu seiner großen Überraschung musste er nie wirklich Hunger leiden, da die Biotonnen „leider“ meist gut befüllt waren. Der ambitionierte Radfahrer hatte bisher noch nie Essen aus dem Müll gefischt und war über die Unmengen an weggeworfenen Lebensmitteln selber unfassbar schockiert. Auch die Geschäftspolitik mancher Lebensmittelhändler, welche den Angestellten vorschrieben Lebensmittel zu entsorgen, obwohl diese noch genießbar waren und nicht an bedürftige Personen zu verteilen.

„Ich wusste so gut wie nichts übers Containern.“

Eigentlich, so findet er, sei das Mülltauchen – betrieben von Bedürftigen, aber auch von Konsumverweigerern und politischen Aktivisten, die eine Botschaft haben – keine nachhaltige Lösung für das Verschwendungsproblem. Es habe sich zwar gut geeignet, um zu beweisen, welche Massen an Essen unnötig weggeworfen werden – aber sinnvoller sei es, zu vermeiden, dass das Essen überhaupt in einer Tonne lande.
Für sein Engagement gegen die sinnlose Verschwendung von Lebensmitteln und für einen respektvolleren Umgang mit diesen freuen wir uns, Babtiste Dubanchet als daquer: Denker des Monats September vorstellen zu dürfen. Bleibt nur zu hoffen, dass er mit seiner Aktion einige Menschen erreichen konnte und zum Umdenken bewegte!

http://rt.com/news/168068-frenchman-eats-waste-bins/
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2676390/Cyclist-travels-1-900-miles-Europe-eating-bins.html
http://lafaimdumonde2014.com/

 

November

uteUte Bock

Beinahe ein Jahr ist schon wieder vorbei seit man um einen der couragiertesten Menschen der jüngsten österreichischen Geschichte zittern musste. Ein Schlaganfall drohte das Leben von Ute Bock zu beenden … mit ungewissen Auswirkungen auf das Leben unzähliger asylsuchender Personen und nicht zuletzt auch auf das Flüchtlingsprojekt selbst. Sie selbst meinte zu Beginn dieses Jahres noch zu der neuen Situation mit der angeschlagenen Gesundheit: „ … ich hoffe, dass der liebe Gott mir noch ein bisschen Zeit gibt, damit ich hier Ordnung schaffe!“

 

Unermüdlich steht diese Frau bereits seit vielen Jahren für Zivilcourage und Menschenrechte in der Gesellschaft ein und zögerte nie, ihr privates Vermögen und ihre gesamte Zeit für benachteiligte Menschen einzusetzen.

Sie startete als Erzieherin in einem städtischen Heim, bevor sie 1969 als Heimmutter in das Gesellenheim Zohmanngasse wechselte. 1976 wurde sie Leiterin des Heims, das zunehmend als „… letzte Station für schwierige Fälle“ galt.

In den 1990er Jahren begann das Jugendamt vermehrt ausländische Jugendliche an das Heim in der Zohmanngasse zu vermitteln, auch Personen die keine Bundesbetreuung, also keine staatliche Unterstützung während ihres Asyl-Verfahrens mehr erhielten. Wussten SozialarbeiterInnen oder FlüchtlingsbetreuerInnen nicht weiter, schickten sie die Jugendlichen „zur Bock“, weil in der Zohmanngasse keinE JugendlicheR – egal woher er/sie stammte – abgewiesen wurde.

1999 kam es zu einer Razzia im Rahmen der umstrittenen Operation Spring. Zirka 30 Jugendliche afrikanischer Herkunft wurden wegen des Verdachts auf Drogenhandel verhaftet und selbst Ute Bock wurde wegen Drogenhandels und Bandenbildung angezeigt.

Zwar wurden die Anklagepunkte gegen sie fallengelassen, jedoch durfte sie keine afrikanischen Asylwerber mehr in der Zohmanngasse aufnehmen.

 

So ging Frau Bock 2000 in Pension, half ehrenamtlich den Menschen und gründete schlussendlich 2002 das Flüchtlingsprojekt Ute Bock. Hauptaugenmerk legt die Organisation auf die Beratung und Betreuung in Wien lebender und in vielen Fällen obdachloser AsylwerberInnen sowie anderer hilfsbedürftiger Flüchtlinge.

Das Flüchtlingsprojekt Ute Bock wird vor allem durch private Spendengelder, (darunter die Renteneinkünfte der Bock selbst) Sponsoren und Preisgelder finanziert. Immer wieder konnte man durch verschiedene Aktionen, wie z.B. „Bock auf Bier“, wo in diversen Gaststätten Wiens ein 10Cent Zuschlag aufs Bier der Einrichtung zu Gute kam, Geld lukrieren. Seit dem Bestehen des Vereins musste Frau Bock immer wieder mit politischen Anfeindungen, sowie massiven Geldproblemen kämpfen. 2008 schien der Kampf vergebens und dem Flüchtlingsprojekt drohte die Schließung. Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner wandte dies durch eine Großspende ab und so konnte die Arbeit weitergeführt werden.

 

Seit Mai 2012 gibt es das Ute Bock Haus – ein Haus für Flüchtlinge und dient gleichzeitig 70 AsylwerberInnen als Unterkunft und den MitarbeiterInnen als Bürogebäude.

 

Frau Bock wird seit jeher nicht müde die Ungerechtigkeiten unserer Zeit beim Namen zu nennen und deren Veränderung auch an den zuständigen Stellen einzufordern. Sie meistert die massiven Hürden mit unbeugsamen Willen und einem ehrlichen Verständnis von Menschlichkeit. Das ehrgeizige und unnachgiebige Streben nach kollektiver Hilfsbereitschaft und Mitgefühl für Menschen in Not ist nur einer von vielen Gründen, warum Frau Bock als unsere daQuer:denkerin des Monats November gewählt wurde. Bleibt am Ende des Tages die Frage: “Wie viel Ute Bock steckt in jedeR von uns und ist das was ich tue genug?“ Ich denke man kann diesen schonungslosen Einsatz dieser Person nur würdigen, indem man sich diese Frage zumindest einmal selbst kurz stellt … und dies vielleicht regelmäßig!

 

http://www.profil.at/articles/1216/560/325046/ute-bock-zur-person-ute-bock

http://wien.orf.at/news/stories/2647313/

http://de.wikipedia.org/wiki/Ute_Bock#cite_note-profil-2

 

Dezember

maathai_postcardWangari Muta Maathai „Mama Miti“

(1. April 1940 – 25. September 2011)

“Today we are faced with a challenge that calls for a shift in our thinking, so that humanity stops threatening its life-support system. We are called to assist the earth to heal her wounds and in the process heal our own – indeed to embrace the whole of creation in all its diversity, beauty and wonder. Recognizing that sustainable development, democracy and peace are indivisible is an idea whose time has come.”

Wangari Maathai legte ihr Engagement vor allem in den Kampf für die Rechte der Frauen und in den Umweltschutz und ist für viele die Identifikationsfigur für die afrikanische Frauenbewegung.

Maathai besuchte eine kenianische Klosterschule, aufgrund ihrer Begabung erhielt sie ein Stipendium für das Studium der Biologie am Mount St. Scholastica College in Kansas. Nach ihren Studien in Pittsburgh, Gießen und München promovierte sie 1971 an der University of Nairobi und erhielt als erste kenianische Frau einen Doktortitel. Sie wurde die erste Professorin für Veterinäre Anatomie an der University of Nairobi und später Dekanin.

Wangari Maathai rief 1977 das Aufforstungsprojekt „Green Belt Movement“ ins Leben. Diese Organisation setzt sich überwiegend aus Frauen der ärmsten Bevölkerungsschicht zusammen und  hat sich eine nachhaltige Brennstoffversorgung und die Vermeidung von Bodenerosion zum Ziel gesetzt. Jahrelang waren die Wälder Kenias gerodet worden, dies führte zu schlechter Bodenqualität und zum Mangel an frischem Wasser und Feuerholz.

Der Mobilisierung der afrikanischen Frauen lag nicht nur das Streben nach einer nachhaltigeren Entwicklung zugrunde, Wangari Maathai sah das Pflanzen von Bäumen als Möglichkeit, Demokratie und Frauenrechte zu thematisieren und Solidarität zu schaffen.

Mittlerweile ist die Bewegung in 13 Ländern aktiv. Seither wurden 600 Baumschulen gegründet und 30 Millionen Bäume als Schutz vor Erosion gepflanzt. Der Pflanzaktion verdankt sie ihren Beinamen Mama Miti (Suaheli: Mutter der Bäume).

Aus ihrer Ehe gingen drei Kinder hervor, ihr Ehegatte ließ sich 1980 von ihr scheiden mit der Begründung, sie sei „zu gebildet, zu erfolgreich, zu stark, zu eigensinnig und zu schwer zu kontrollieren“.

Wangari Maatha war im National Council of Women in Kenya aktiv und leitete diesen Frauenrat acht Jahre lang.

In den 90er Jahren wurde Maathai, deren Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte sie immer wieder in Opposition zum damaligen Staatschef Daniel arap Moi brachten, mehrmals inhaftiert und misshandelt. Vor allem Amnesty International setzte sich für ihre Freilassung ein.

1997 kandidierte Maathai erfolglos für das Parlament und das Präsidentenamt. Im Dezember 2002 wurde sie für das Wahlbündnis „National Rainbow Coalition“ (kurz NARC), welches von mehreren Oppositionspartein gegründet wurde, ins kenianische Parlament gewählt. Die Regierung von Daniel arap Moi wurde von der NARC abgelöst und Maathai zur stellvertretenden Ministerin für Umweltschutz ernannt.

Wangari Maathai wurde mit zahlreichen Auszeichnungen für ihr Engagement geehrt, der Petra-Kelly-Preis, der Right Livelihood Award und der Indira Gandhi Friedenspreis sind nur ein Bruchteil davon. 2004 erhielt sie den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie, Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte; damit ging der Preis zum ersten Mal an eine afrikanische Frau.

Am 25. September 2011 starb Wangari Muta Maathai im Kreise ihrer Familie an den Folgen einer Krebserkrankung.

Wangari Maathai ist ohne Zweifel eine Quelle der Inspiration für alle, die für nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie kämpfen, deshalb ernennen wir sie zur daQuer:Denkerin des Monats Dezember.

Quellenangaben:

http://www.greenbeltmovement.org/

http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2004/maathai-facts.html

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/wangari-maathai/

http://de.wikipedia.org/wiki/Wangari_Maathai

http://www.goodreads.com/author/quotes/117297.Wangari_Maathai

267 Gedanken zu „2014

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